Bahnradfahren in und um Köln

Bahnradfahren: Basiswissen und Informationen zu den Trainingsmöglichkeiten

Gerade in den Wintermonaten nutzen viele Rennradfahrer die Bahn, um in trockener Umgebung ihr Training zu absolvieren. Im Kölner Raum gibt es glücklicherweise mehrere Möglichkeiten zum Bahnradfahren. Die Informationen dazu sind aber mitunter schwer zu finden und gerade für Anfänger nicht einfach zu durchblicken. Dieser Beitrag soll dazu dienen die Informationen an einer Stelle zu sammeln und das Basiswissen bereit zu stellen.

Basiswissen für Anfänger

Das Bahnrad

Mit dem normalen Rennrad darf man nicht auf die Bahn. Die Bahnräder zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie keine Bremsen, dafür aber einen starren Gang haben. Die Bremsen fehlen, um die Sicherheit zu erhöhen. Klingt erst mal sonderbar, rührt aber daher, dass es auf engem Raum und bei hohen Geschwindigkeiten mit unerwarteten Bremsmanövern  zu kritischen Situationen kommt. Mit der starren Nabe sind extreme Veränderungen der Geschwindigkeit nicht so einfach möglich und das Geschehen ist daher für alle Fahrer auf der Bahn berechenbarer. Ausweichen soll man übringens immer nach oben.

Früher gab es wohl die Maßgabe, dass Bahnräder mit Schlauchreifen zu fahren sind. Dies scheint aber ein Relikt zu sein und mittlerweile sind Draht-/Faltreifen, zumindest bei den Hobbyfahrern, weiter verbreitet.

Beim Antrieb gibt es eigentlich nicht viel zu beachten. Die Kurbelarme sind kürzer als beim Rennrad, damit man in der Steilkurve nicht mit den Pedalen aufschlägt. Sollte man es eines Tages soweit bringen, dass die Klickpedalen beim Zug am Pedal ihren Dienst versagen, sollte man den Umstieg auf Riemen in Erwägung ziehen.

Grundsätzlich sind Banhräder im Vergleich zum Rennrad eher günstig, da zum einen weniger Bauteile benötigt werden und zum anderen das Gewicht keine derart entscheidende Rolle spielt, wie beispielsweise beim Anstieg nach Todenfeld.

Grundregeln

Die ersten Meter auf einer Radrennbahn verlaufen in der Regel etwas wackelig bis unsicher, da die meisten Rennradfahrer, die sich auf der Bahn versuchen, den starren Gang nicht gewohnt sind. Die stolze Überhöhung in der Kurve flößt zu Beginn auch ordentlich Respekt ein, bis man sich daran gewöhnt und Vertrauen in die Haftung der Reifen entwickelt hat.

Darüber hinaus gestaltet sich das Fahren auf der Bahn sehr unkompliziert, wenn man den benötigten Kraftaufwand mal außer Acht lässt. Die Ausweichmanöver sollten nach oben erfolgen, vor allem weil bei Stürzen mit der Schwerkraft zu rechnen ist und es den stürzenden Fahrer in der Regel nach unten zieht. Fährt man oben an der Gefahrensituation vorbei hat man nicht nur weniger Sorge mitgerissen zu werden, sondern auch die bessere Aussicht auf das Spektakel.

In der Regel geht es links herum, also entgegen dem Uhrzeigersinn.

Die Markierungen auf der Bahn haben folgende Bedeutung

  • Schwarze Linie – die schwarze Linie markiert die offizielle Länge der Bahn (z.B. 250m).
  • Rote Linie – die rote Linie ist die Sprinterlinie. Bei Sprintdisziplinen darf der Fahrer, der unterhalb der roten Linie fährt, nicht innen überholt werden.
  • Blaue Linie – die blaue Linie ist bei Steherrennen das Pendant zur roten Linie, daher auch Steherlinie genannt.
  • Cote d´Azur – der blaue, untere Bereich der Bahn, der zum Anfahren, bzw. zum Ausrollen benutzt wird.
  • Wasserlinie (nicht markiert) – Die Wasserlinie ist die imaginäre Linie gleicher Höhe auf der Bahn (man stellt sich das Radstadion bis zu einem gewissen Punkt mit Wasser aufgefüllt vor). Beim Fahren z.B. entlang der Steherlinie, müsste man in der Steilkurve immer nach etwas nach oben ziehen und hat damit eine geringe Steigung zu bewältigen. Die gedachte Wasselinie vermeidet diesen ‚Anstieg‘ und ist ideal, wenn man mit gleichmäßiger Belastung fahren möchte.

Die Bahnen rund um Köln

Albert-Richter-Bahn Köln

  • Belag: Holz, Länge 250m, Überdacht
  • Training mit Lizenz:
    • Mittwoch und Donnerstag 18-21 Uhr (zwischen Mai & September zusätzlich Dienstags)
  • Kinder-, Jugend- und Anfängertraining:
    • Mittwoch 17-18 Uhr, Donnerstag 18-19 Uhr
  • Leihräder auf Anfrage (ca. € 5,-)

http://www.radstadion-koeln.de/

Facebook Gruppe mit aktuellen Veranstaltungshinweisen: Link

Sportforum Kaarst Büttgen

  • Belag: Holz, Länge: 250m, Hallenbahn
  • Freies Training (ohne Lizenz) vom 16.10.2017 bis 23.03.2018. Für das freie Bahnradfahren ist jeweils eine Tagesgebühr (ca. € 12,-) oder eine Saisongebühr zu entrichten.
    • Montags 19-21 Uhr
    • Mittwochs 20-22 Uhr
    • Freitags 20-22 Uhr
  • Leihräder auf Anfrage (ca. € 10,-)

http://www.sportforum-kaarst.de/

Am 12.11.2017 veranstaltet der ‚Bremer Sporttreff‘ ein öffentliches Bahntraining (Link).

Radrennbahn Dorperhof Solingen

Die Radrennbahn in Solingen ist eine Freiluftbahn mit Betonoberfläche und weniger steilen Kurven. Daher darf die Bahn, je nach Veranstaltung,  auch mit Straßenrädern befahren werden.

  • Belag: Beton, Länge 384m, Freiluftbahn
  • Offenes Training zwischen April und Oktober, Mittwochs ab 17 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Wetterabhängig.

http://rc-musketier.de/

 


There are 3 comments

  1. thomas weiten

    hinweis
    es sollte in köln und büttgen nur mit Schlauchreifen gefahren werden wegen der Gefahr des sturtzes man segelt über die bahn
    in Solingen kann auch mit straßenrädern und drahtreifen gefahren werden nach absprache.

  2. Andeas Klemt

    Tatsächlich sind Schlauchteifen auf Bahnrädern verbreitet. Das hat den Sicherheitsaspekt, dass Schlauchreifen bei einem Platzer noch eine gewisse Stabilität auf der Bahn gewährleisten. Drahtreifen, deren Decken platzen, legen die Felge frei und der Fahrer rutscht unweigerlich und ungesteuert ab.

Post Your Thoughts

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.